Sogenannte Medienhoheit geht, seitdem es Medien gibt, immer auch
einher mit Manipulations- und Desinformationsgefahr. In den letzten
Jahren ist in diesem Zusammenhang immer wieder der Begriff Fake-News
aufgetaucht, die Debatte um falsche Tatsachen bzw. Falschmeldungen,
die durch Medienberichte gestreut werden, reißt nicht ab. Doch was
ist dran an dem Risiko, worin bestehen die konkreten Gefahren und wie
kann man sich gegen Fake-News weitestgehend schützen?
Ziel ist es ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit zu schaffen
Am 5. November haben die US-Amerikaner gewählt und wie schon 2016 war der Wahlkampf geprägt von Fake-News bzw. Fake-News Vorwürfen. Der Grund, warum gerade bei US-Wahlen so heftig über den Wahrheitsgehalt von Nachrichten debattiert wird, liegt unter Umständen auch an Donald Trump und seinen teils populistischen Auftritten. Trump selbst hat immer wieder den Begriff Fake-News genutzt, vornehmlich um die Glaubwürdigkeit von etablierten Medien anzuzweifeln oder diesen die Glaubwürdigkeit pauschal abzusprechen. Die Gegenseite hingegen behauptete ebenfalls, dass Trump über bestimmte Themen die Unwahrheit sagt, wodurch sich viele Wähler aus beiden Lagern zum Teil stark verunsichert gefühlt haben.
Genau darin liegt auch die, bzw. eine Intention von Fake News: Sie sollen vor allem verwirren und ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit streuen, um unterschiedliche politische Ansichten zu stärken bzw. zu schwächen. Dabei kommt es weniger auf vereinzelte Falschmeldungen zu bestimmten Themen an, vielmehr führt die schiere Flut an Fake-News und deren permanenter medialer Präsenz dazu, dass sich Wähler, bei unpolitischen Fake-News, aber auch gewöhnliche Verbraucher verunsichert fühlen.
Wie kann man sich vor Fake-News schützen?
Wie bereits eingangs erwähnt, sind Fake-News und Falschmeldungen schon so alt, wie die Medien selbst. Für den Einzelnen ist es unter Umständen nicht erkenntlich, dass es sich bei einer bestimmten Behauptung um eine falsche Behauptung handelt, insbesondere, wenn keine weiteren Quellen auf diese Behauptung eingehen. Darüber hinaus können entsprechende Meldungen längst nicht mehr nur mit manipulierten Bildern untermauert werden, sondern mittlerweile auch durch täuschend echt wirkende Videos.
Sogenannte Deepfakes, sind manipulierte Videoclips, die von Laien und auch von so manchem Experten kaum noch als Fälschung zu erkennen sind. Möglich wird das durch KI-Tools, die entsprechende Videos unter Eingabe eines bestimmten Befehls generieren. Um sich weitestgehend vor Fake-News zu schützen, sollte man folgende Tipps beherzigen:
Immer kritisch bleiben. Im Zweifel bei verschiedenen glaubwürdigen Quellen nach entsprechenden Informationen suchen.
Im Zweifel kann es auch hilfreich sein, den Autor des Artikels und dessen bisherigen Veröffentlichungen zu recherchieren.
Möglicherweise gefälschte Bilder oder Videos lassen sich mit der Rückwärtssuche bei Google identifizieren, um so die erste Veröffentlichung zu finden.
Verschiedene Faktenchecker-Webseiten haben sich darauf spezialisiert, Fake-News zu enttarnen und stellen diese für Verbraucher zur Verfügung.
Fazit
Man kann davon ausgehen, dass das Thema Fake-News auch in den kommenden Jahren nicht von der Bildfläche verschwindet, möglicherweise werden sie sogar zunehmen. Viele Unternehmen arbeiten allerdings auch an der Eindämmung solcher News – etwa Google (schon seit Längerem) mit dem Project Owl. Um sich bestmöglich gegen Manipulation und Täuschung durch Fake-News zu schützen, ist es wichtig, die eigene Medienkompetenz zu schulen, stets kritisch zu bleiben und die jeweiligen Meldungen anhand seriöser Quellen zu prüfen und im Zweifel der Lüge zu überführen. Wer zweifelhafte Meldungen immer hinterfragt und überprüft, hat vor Fake-News nichts zu befürchten
Die sind so gut gemacht, das der normale Durchschnittstiefflieger das nie erkennen wird und im Gegenteil voll drauf einsteigt.
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